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5Minds-Lockdown als Chance - Tag 0: Ab ins kalte Wasser

Coronafolgen: Aus Theorie mach Praxis und aus der Not eine Tugend.

Überraschungseffekt

Seien wir mal ehrlich. Die Konsequenzen aus den Ereignissen der letzten Tage haben uns getroffen wie der erste Schnee im Winter - jeder wusste, dass er kommt. Aber als er da war, waren doch alle wieder überrascht. So ging es dann doch auch irgendwie 5Minds.

In der Theorie

Allen war klar, dass wir aus Sicherheitsgründen Homeoffice machen sollten - ab heute! Also sollten alle Mitarbeiter ihr Arbeitsgerät und benötigte Unterlagen bereits am Freitag mit nach Hause nehmen. Mit den Kunden waren entsprechende Vereinbarungen getroffen worden und alles schien in die richtigen Bahnen gelenkt zu sein.

Die Praxis und das kalte Wasser

Also hätte man durchaus leere Büros antreffen sollen. Aber so war es nicht. Als ich gegen Mittag eintraf, waren rund 1/3 der Mitarbeiter vor Ort! Wie kann das sein? Naja, die Regelung setze auf Eigenverantwortung. Aber es zeigt sich, dass wir spontan nicht zu 100% auf eine Homeoffice-Organisation umstellen können, zumindest gedanklich. Oder menschlich. Oder sozial.

Wird das, was wir schon seit Jahren einsetzen - u.a. GSuite, Slack oder Sipgate - dem geballten Ansturm der Mitarbeiter standhalten? Lassen sich die Meetings mit den Kunden wirklich durchführen? Kann mich jeder erreichen? Was passiert, wenn die Software nicht funktioniert? Kurzum, trägt das, was theoretisch durchdacht war auch in der Praxis?

Erfolgsmeldung

Einige Mitarbeiter waren von der Sorge begleitet, dass genau das nicht funktioniert. Doch es zeigte sich bereits am frühen Morgen, dass das Konzept trägt und die ersten großen Meetings reibungslos nur über Remoting-Lösungen funktionierten.

Abseits des Happy-Path

Anderen Sachverhalten kann man vordergründig betrachtet nicht spontan mit Homeoffice begegnen. Zwei neue Kollegen haben heute angefangen. Was also tun? Sie benötigen ihre Ausstattung und sie sollen auch ordentlich aufgenommen werden. Onboarding. Also gibt es auch hier den ein oder anderen Mitarbeiter, der sich bereit erklärt hat zu kommen.

Natürlich gibt es auch die, die am Freitag nicht alle Utensilien mitgenommen hatten und nun die Reste aufklauben, den Arbeitstag noch im Büro verbringen und ab morgen dann endgültig im Homeoffice sind. Aber auch die, die vielleicht den falschen Ehrgeiz zeigen...

Apropos, warum bin ich eigentlich im Büro? Ich wollte selbst bei einer Absagewahrscheinlichkeit von ca. 90% eine Veranstaltung in Hamburg wahrnehmen und bin gestern Abend im Hotel vom "Schnee überrascht" worden. Also habe ich noch schnell die Dinge aus dem Büro geholt, die ich auf gar keinen Fall in dieser Woche benötigen werde.

Fokus: Chancen ergreifen

Nun ja. Ich bin sicher, dass wir aus dieser Krise viel lernen und am Ende schnell, flexibel und angemessen auf kommende Ereignisse reagieren werden! Technisch sind wir gut aufgestellt und jetzt wird sich zeigen, wie der Faktor Mensch in dieser Gleichung agiert.

Im Übrigen wollen wir Euch mit regelmäßigen Blog-Posts an unseren Erkenntnissen aus dem 5Minds-Lockdown teilhaben lassen.