← Zur Übersicht

5Minds-Lockdown als Chance - Tag 7: Die erste Woche - #WirBleibenZuHause

Woche eins, ein nachdenklicher Rückblick.

Wir sind gut aufgestellt

Bereits in den ersten Tagen haben wir festgestellt: wir sind gut aufgestellt. Alle Team-Mitglieder haben Laptops. GSuite ist für die Anlage unserer Dokumente etabliert. Slack funktioniert für kurze Unterhaltungen und Meetings werden jetzt per Google Meet und Google Jamboard durchgeführt. Unser Quellcode liegt auf Github. Unsere Maschinen laufen in einer Private-Cloud oder auch bei Microsoft Azure, auf der Google Cloud Plattform oder bei Amazon Web Services (AWS).

Technisch... alles da, was wir zum Arbeiten brauchen.

Aber es fehlt auch was.

Veränderungen stellen sich ein

Früher bin ich jeden Morgen durch die Büros gegangen, um das Team zu begrüßen und mir einen Eindruck zu machen, ob ich helfen kann.

Zuerst habe ich auf's Händeschütteln verzichtet. War schon schwer - nach fast 10 Jahren.

Und diese Woche: niemand mehr da. Hat jemand Zeit für einen Kaffee oder einen kurzen Dialog?

Viele normale Dinge haben (fürs Erste) an Spontanität verloren.

Jetzt ist es wichtig, dass man sich vertraut und die Änderungen als Chance sieht.

Ein Team auf das Verlass ist

Was ich aber auch gemerkt habe ist, dass unser Team mit der Veränderung gut umgeht. Das heißt nicht, dass es ist immer leicht ist. Aber alle gehen aufeinander zu und nehmen sich Zeit für ein virtuelles Kaffeetrinken.

Dabei war unser Büro noch immer besetzt. Keine Lieferung ist nicht angekommen. Wir brauchten dringend die SIM-Karten für unseren ersten 24*7-Bereitschaftsdienst.

Gleichzeitig wurden zwei neue Mitglieder ins Team aufgenommen. Wir haben zwei Releases an unsere Kunden geliefert. In der ersten Woche!

Ein Projekt ist nach mehr als 2 Jahren Entwicklung und vielen kleinen Lieferungen im Herzstück des Kunden eingebunden worden.

Ein weiteres Team hat nach knapp 4 Wochen Projektlaufzeit sein erstes Release ausschließlich remote veröffentlicht - obwohl es bisher ausschließlich beim Kunden Vorort gearbeitet hatte.

Zusätzlich hat die Produktentwicklung ein wichtiges Update für die Workflow-Engine erstellt, das einige wichtige Änderungen für unsere Kunden beinhaltet.

Fazit: Alle haben die Veränderung als Chance angenommen.

Es beweist wieder: Ein Team auf das Verlass ist oder... wie Steffi sagen würde: Ein Team!

Um uns herum

Aber... Um uns herum... Cafés, Kneipen und Restaurants müssen für eine ungewisse Zeit schließen.

Lokale, befreundete Unternehmen wissen nicht wie es weiter gehen wird. Gleiches höre ich von Freunden und aus der eigenen Familie.

Auch wenn der Virus so gefährlich zu sein scheint, die wirtschaftlichen Folgen sehen für viele Menschen deutlichere Veränderungen vor.

Was ich auch sehe: die Menschen nicht zu sehen, das fällt vielen und auch mir schwer. Meine Eltern: Risiko-Gruppe. Konsequenz: kein Kontakt zu Menschen. Das macht Sorgen.

Was mich aber ärgert: es gibt doch immer noch Menschen, die die Arbeit der systemwichtigen Gruppen (aus Gesundheitssystem, dem Lebensmittelhandel, Polizei, Feuerwehr und Co.) nicht wertschätzen - ich hoffe, da ändert sich was.

Solidarität, die Menschen rücken zusammen

Was im Kleinen, Privaten hilft: WhatsApp Video-Chats mit den Eltern oder Freunden, um die soziale Distanz ein wenig zu schmälern. Noch mehr auf lokalen Konsum setzen und die neuen lokalen Lieferdienste für Obst, Gemüse, Blumen (das freut meine Frau) nutzen.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich als Bürger der EU aus Deutschland froh und glücklich sein kann. Aus meiner Sicht wirkt das Vorgehen der Regierung, ob lokal, regional oder auch bundesweit, so, als wenn sie die richtigen Dinge vorhaben. Es wird mit sehr viel Bedacht vorgegangen und das macht mir Mut. Danke.

Was mich persönlich beeindruckt hat (wie die Organisatoren wohl auch): #WirVsVirus.

Damit ist mir was klar geworden: wenn die Menschen müssen, dann finden sie eine Lösung.

Bis bald, bleibt gesund und Think Positive!

Martin