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5Minds-Open-up - Tag 17: Doppelte Herausforderung - Als HR-lerin mit Kind im Homeoffice

“Svenja - nicht allein zu Haus” - Ein wirklich ehrlicher Post über meine ersten zwei Wochen.

Nicht nur das Land ist im Ausnahmezustand

“Das ist so unfair, Mama! Das hält nicht!”, schrie mein 5-jähriger Sohn den Tränen nahe quer durchs Wohnzimmer. Keine Ahnung, was er diesmal genau meinte. Ich musste mich jetzt aber auch wieder auf meine laufende Videokonferenz konzentrieren. Denn auch ich als HR-lerin war im Homeoffice angekommen auf Grund der aktuellen Corona-Krise. Absolutes Neuland! Ich hatte noch so einiges zu besprechen in diesem Termin - die Konferenz lief erst wenige Minuten. Aber ein Blick am MacBook vorbei könnte nicht schaden, dachte ich. Nur mal kurz schauen was da vor sich geht und was der Spross da wohl so treibt. Schlimmeres verhindern musste ich nicht, aber ich sah aus dem Augenwinkel wie mein Sohn mit Stiften, Knete und Tesafilm Holzstücke zu einem Boot zusammen bauen wollte und kurz vor einem Wutanfall stand. Physikalische Gegebenheiten und die Gesetze der Schwerkraft werden nun mal auch nicht außer Kraft gesetzt von einem kleinen Dreikäsehoch.

Lukes_Boot

Alle haben Verständnis

Eine kurze Entschuldigung meinerseits in der Videokonferenz, ein stumm geschaltetes Mikrofon und schließlich die normalen Mama-Superkräfte brachten die Stimmung meines Sohnes innerhalb kürzester Zeit wieder ins Gleichgewicht. Und weiter geht’s mit der Videokonferenz! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Also hoffte ich, dass das nächste Gewitter etwas länger auf sich warten lässt. Das Gute: wirklich alle 5Minds-ler haben Verständnis für die außergewöhnliche Situation und die kurzen Unterbrechungen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass es die Videokonferenzen auflockert und alle Spaß haben, wenn plötzlich mein Sohn auf der Couch in Unterhose durchs Bild springt - und es geht ja nicht nur mir so! Ein mulmiges Gefühl bleibt dennoch - oder besser: “Was denken wohl die Anderen, die keine Kinder haben?” Ich will meine Arbeit schließlich erledigen wie sonst auch - genauso gewissenhaft, gut und konzentriert.

Geht nicht - gibt´s nicht

Neben der geschlossenen KiTa war die Umstellung auf Homeoffice für mich als Personalerin eine ganz besondere Herausforderung. Schlussendlich lebt mein Job von Kontakt, Gesprächen und spontanen Talks an der Kaffeemaschine. Was, wenn das wegfällt? Klar, ich habe auch so viele Themen zu bearbeiten und zu organisieren. Langweilig wird es nicht. Aber den Kontakt zum Team empfinde ich für HR als essentiell - gerade in unserer Firmenkultur. Doch es dauerte nicht lange bis sich alle meine Sorgen und Gedanken in Luft auflösten. HR im Homeoffice - wie kann das gehen? Spätestens als ich die erste Einladung über Hangouts zum virtuellen Kaffee bekam wusste ich wie. Es war alles gar nicht so kompliziert, wie zuerst gedacht. Denn alle ziehen an einem Strang und sehen die Situation als Chance sich einzustimmen. Es ist ein Einstimmen auf eine digitalere Welt in der auch Sozialkontakte nicht zu kurz kommen müssen - denn es gibt Mittel und Wege. Für mich ist es also auch eine Möglichkeit Barrieren zu überwinden und dies im HR-Bereich zu testen. Wenn nicht wir das schaffen in der IT-Branche, wer dann?

Kreativität ist gefragt

Aber nicht nur für mich war es leichter als gedacht. Wir, also das gesamte Backoffice, schafften es den Zusammenhalt noch weiter zu stärken. Denn unser Office-Talk zur Organisation vieler Themen funktioniert genauso gut über Hangouts wie die anderen Meetings auch. Eine Veränderung ist jedoch die notwendige bessere Abstimmung für die Tätigkeiten vor Ort. Denn wer macht plötzlich die Post und verarbeitet die Briefe, wenn alle im Homeoffice sind?

Ein weiteres, wenn nicht sogar das wichtigste Ziel unserer Arbeit ist es aber die Mitarbeiter zu versorgen mit allem was sie brauchen. Wir kümmern uns um die Mitarbeiter so gut es geht, wenn auch jetzt manchmal mit etwas ungewöhnlichen Mitteln. Dazu zählt:

  • Eine persönliche Versorgungsfahrt, falls z.B. Hardware oder ein vernünftiger Stuhl im Home-Office fehlen.

  • Genauso wie ein virtueller Fitness-Kurs um die Bewegung der Mitarbeiter aufrecht zu halten.

  • Wir werden kreativ und verlagern das gemeinsame Feierabendbier in Hangouts.

  • Geburtstagsgrüße oder kleine Aufmerksamkeiten für Familien kommen per Post.

  • Wir klatschen virtuell mit Emojis ab (🙌), wenn wir etwas zusammen geschafft haben und liken unsere Beiträge (👍🏻).

Wir bleiben gemeinsam einsam, aber beieinander. Wir sind füreinander da und dafür finden wir immer wieder neue Wege.

Das gesunde Chaos

Sorgen habe ich aktuell keine mehr, der Arbeit oder der Familie nicht gerecht werden zu können. Ein Spagat ist es immer und jetzt wird eben eine Variation dessen gefordert. Schon nach zwei Wochen ohne KiTa und HR-Themen ausschließlich über Hangouts habe ich mich völlig an die neue Normalität gewöhnt. Dank des tollen Teams und der technischen Mittel ist es kein Problem, den Kontakt zu den Mitarbeitern zu halten. Privat musste ich etwas justieren. Ich strukturiere mich noch besser zu Beginn des Tages und um alles unter einen Hut zu bekommen habe ich noch ein effizienteres Zeitmanagement als sonst. Manchmal gehören aber auch Abstriche jeglicher Form und im Alltag “fünfe gerade sein lassen” dazu. So ist das jetzt eben! Dafür kann ich meine Aufmerksamkeit wesentlich schneller verlagern als noch vor einigen Wochen - von einem nicht funktionierenden Holzboot hin zu einer Frage bezogen auf die Gehaltsabrechnung.

Und der Papa: "Sorry, ich muss ins Büro"

Spaß bei Seite. Ich weiß, wie herausfordernd die Situation für Familien sein kann, gerade wenn der Partner eventuell noch ins Büro muss. Homeoffice alleine mit Kind erfordert gute Absprachen, Konsequenz, Verständnis der Partner, klare Zeitfenster und vor allem starke Nerven und Durchhaltevermögen! Und auch wenn mir der Kragen einmal fast geplatzt wäre in den letzten zwei Wochen, sehe ich die gewonnene Zeit durch weniger Pendelverkehr auch als ein Geschenk für die Familie. Denn wie ich mit der Situation umgehe und was ich daraus mache, liegt in meiner Hand. Das Wichtigste hier: den Rückhalt in der Firma habe ich. Auch wenn manchmal die Tastatur von einem kleinen Piraten gekapert wird, in der Hoffnung, die nächste Folge Dino-Trucks gucken zu dürfen.

Luke oooopüüpre4qaaaq3egghjjk

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