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5Minds-Open-up - Tag 33: Welcher Tag ist heute noch mal?

Tipps für die Quarantäne und gegen den Lagerkoller

Was? Wir haben wirklich Freitag?

In den letzten Tagen war ich in Quarantäne. Nein, nicht einfach in der Art von “Quarantäne”, in der wir uns alle befinden. Sondern in einer Art, in der ich die Wohnung wirklich überhaupt nicht mehr verlassen darf und mich das Gesundheitsamt jeden Tag zur Kontrolle meines Zustands anruft.

Covid-19 bei 5Minds?

Zum Glück nicht. Aber nachdem wir uns alle aus Vorsicht ins dauerhafte Homeoffice begeben haben, hörte ich meinen Nachbarn sagen: “Ach ja, übrigens. Wir sind positiv getestet.” “Mist!”, dachte ich. “Ich habe doch auch seit zwei, drei Tagen Husten und Grippesymptome. Könnte das sein? Ich fasse doch immer die selben Türklinken im Hausflur an… und das Treppengeländer. Schnell die zentrale Behörde anrufen!”

Eine nette Dame meldete sich. Sie: “Also haben Sie denn Husten oder Fieber?” Ich: “Ja” Sie: “Hmm… “ Sie fragte dann noch nach jeder Begegnung zwischen mir und meinen Nachbarn und prüfte Adressdaten und ob der Test meiner Nachbarn wirklich positiv war.

Man wird also nicht voreilig in Quarantäne gesteckt, sondern nur, wenn wirklich alle Anzeichen für eine Erkrankung an Covid-19 sprechen.

Sie bat mich: “Sie gehen jetzt bitte nicht mehr raus! Wir machen am Sonntag einen Abstrich und rufen Sie regelmäßig an, um zu überprüfen, wie es Ihnen geht. Ich muss Sie auch darauf hinweisen, dass Sie den Kontakt zu Ihren Mitbewohnern bzw. auch zu Ihrem Freund möglichst stark einschränken. Am besten nicht im gleichen Bett oder Zimmer schlafen und eine andere Toilette benutzen”.

“Klar. Wenn's weiter nichts ist. Dann gehe ich halt auf eine unserer anderen 20 Toiletten.”, dachte ich. Sie fügte hinzu: “Ich weiß, das ist wahrscheinlich unrealistisch, aber sagen muss ich es Ihnen trotzdem. Bis morgen dann.”

So saß ich da. Und wartete. Nach ein paar Tagen kam dann die erfreuliche Nachricht, dass der Test bei mir negativ ausgefallen war. Raus durfte ich trotzdem noch nicht. Erst zum Ende der bereits ausgemachten Quarantänezeit.

Strukturen in der Quarantänezeit

Also hieß es: Strukturen schaffen! Ich musste meine Tage irgendwie unterscheiden können und täglich dafür vorgesorgt haben, dass mir nicht die Decke auf den Kopf fallen würde.

Was mir hierbei, besonders auch im Homeoffice, sehr geholfen hat, könnt ihr im nächsten Abschnitt nachlesen. Viel Spaß dabei.

Und an alle Kollegen: Danke für eure Empfehlungen, Ratschläge und Video-Meetings, die mich davon abgehalten haben einen Lagerkoller zu bekommen! 💛

1. Plant kleine Pausen ein

Wir sind nur Menschen. Und das merken ein paar unserer Kollegen gerade besonders stark. Auch wenn wir Effizienz und Logik sehr lieben und im Homeoffice alles genauer timen müssen, haben wir einfach Grenzen. Ein Kollege hatte letztens berichtet: "Wenn wir um 8 Uhr morgens mit den Videokonferenzen starten und zwischendurch keine Pause zum Kaffeeholen und Verschnaufen bleibt, sind wir am Abend wesentlich erschöpfter als wir es im Büro “damals” noch waren. So ist das einfach nicht gesund".

Da es so nicht weitergehen konnte, lassen wir bei 5Minds nun zwischen jedem Termin 5-10 Minuten im Kalender frei (zumindest wenn irgendwie möglich). Bei Google Calender gibt es hierfür sogar eine Funktion:

Calendar

2. Kaffeepausen über Meet

Genauso wie die Pausen ansich brauchen wir auch die kurzen Smalltalks mit unseren Kollegen oder das gemeinsame “vor der Kaffeemaschine stehen”. Wir haben angefangen auch das über Google Meets zu tun. Wir stellen für den Nachmittag kleine Termine ein, die einfach nur für einen gemeinsamen Plausch gedacht sind. Das kann ich wirklich nur empfehlen.

Kaffeepause

3. Haltet euren Arbeitsalltag möglichst transparent

Wenn man bei den Kollegen nicht einfach im Büro vorbeischauen kann, bekommt man auf einmal ziemlich wenig mit. Es sei denn die Teams kommunizieren Ihre Arbeit möglichst transparent. Hierfür nutzen wir (weiterhin) Slack und können so schon morgens beim Kaffee lesen, was unsere Chefs heute so vorhaben, welche Erfolge wir bei Projekten zusammen feiern können oder ob ein Kollege eine wichtige Frage an uns alle hat.

4. Blickkontakt ist wichtig

Während unserer zahlreichen Meets ist uns eines bewusst geworden: Ganz so einfach ersetzt es ein richtiges Meeting nicht. Natürlich sind wir froh um die Vorteile, aber wir fielen uns gegenseitig nun öfters ungewollt ins Wort oder waren verunsichert, ob die anderen uns überhaupt verstanden haben. Der Blickkontakt fehlte. Oft guckten wir intuitiv auf den Bildschirm, nach unten und nicht Richtung Kamera. Hier unsere einfache Lösung, falls ihr das Problem bei euch im Team auch festgestellt habt: Schiebt das Fenster eures Meets einfach direkt unter die Kamera. So könnt ihr eure Kollegen anschauen und es wird kaum auffallen, dass ihr doch leicht nach unten schaut.

5. Digitale Unterschrift

In jedem Büro muss man irgendwann mal etwas unterschreiben. Und üblicherweise macht man das dann mit einem Stift auf Papier. Auch für diese Aufgabe gibt es eine simple, digitale Lösung - die digitale Unterschrift. Bei Mac könnt ihr hierzu einfach das Dokument, das unterschrieben werden soll, speichern und mit der Vorschau-App öffnen. Geht dann auf das Stift-Symbol oben rechts und ihr erhaltet ein Menü mit verschiedenen Bearbeitungsfunktionen. Hier findet ihr nun einen Button, der eine Unterschrift als Icon hat. Wählt diesen aus und ihr seht ein Menü in dem ihr entweder euer Trackpad oder eure Kamera für das Erstellen einer Unterschrift nutzen könnt.

Ich persönlich kann den Weg mit der Kamera sehr empfehlen, da man so einfach eine schöne Unterschrift auf ein normales Blatt Papier setzen kann und dieses nur noch vor die Webcam halten muss. Sie wird dann automatisch digitalisiert und kann anschließend gespeichert werden. Die gespeicherte Unterschrift kann nun aus dem Menü an die richtige Stelle des Dokumentes gezogen werden.

So sieht die Unterschrift nun auch endlich immer gleich aus… falls jemand dieses Problem kennt.

Unterschrift

Fortsetzung folgt!

Weitere Tipps findet ihr im nächsten Blogpost.