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Podcasten bei 5Minds: „Wichtig ist, im Gespräch authentisch zu sein“

André Siebelist spricht im Interview über das Audioformat 5Minutes

5Minutes Podcast Studio

Podcasts boomen – und sind derzeit in aller Ohren. Auch 5Minds hat seit 2019 mit 5Minutes ein eigenes Format, das Softwareentwickler André Siebelist moderiert. Was hinter dem Format steckt, welches Thema besonders gut angekommen ist und welche Tipps er für die Podcast-Vorbereitung hat, erzählt André im Interview.

Für alle, die den Podcast noch nicht kennen: Was hat es mit 5Minutes auf sich?
Der Name verrät es schon: Mit dem Podcast wollen wir in fünfminütigen Folgen Einblicke in unsere Arbeit bei 5Minds geben. Mit wechselnden Interviewpartnern aus dem gesamten Team spreche ich darüber, was uns beschäftigt. Das können fachliche Themen, Unternehmensthemen wie unsere Meetups, aber auch nachdenkliche Sachen sein. Wir wollen uns thematisch nicht zu eng festlegen. Unser Anspruch ist vor allem, authentisch zu sein und professionell aufzutreten.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Podcast zu machen?
Ursprünglich stammt die Idee gar nicht von mir, sondern aus den Köpfen meiner Kollegen Marc Biegota und René Föhring. Kurz nachdem ich bei 5Minds im März 2019 angefangen habe, hatten wir ein Weekly mit dem gesamten Team. Da wurde ganz offen gefragt, wer Lust habe, einen Podcast zu machen. Ich habe mich gemeldet und bin das Projekt angegangen.

Es ist bestimmt gar nicht so leicht, Planung und Produktion eines Podcasts mit der eigentlichen Arbeit unter einen Hut zu bekommen.
Das stimmt. Es hat auch wegen des Projektgeschäfts eine Weile gedauert, bis ich eine Test-Episode aufgenommen habe. Das war aber alles kein Problem. Ich habe mir keinen Druck gemacht und jeder hatte Verständnis. Ich wollte auch keine halben Sachen machen. Wie gesagt, Ziel war es, das Ganze möglichst professionell aufzuziehen. Ende November war es dann soweit: Nachdem ich eine Handvoll Episoden in der Reserve hatte, ging die erste Folge online.

Hattest du vorher Erfahrungen mit Podcasts?
Mit Podcasts direkt noch nicht. Eine Zeit lang habe ich regelmäßig Videos auf YouTube veröffentlicht und Live-Streams auf Twitch gemacht. In meiner Schulzeit habe ich außerdem bei mehreren Musik-Produktionen mitgewirkt und in einer Band gesungen. Der Podcast ist eine gute Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren.

Welche Themen hast du bisher in den 5Minutes-Folgen behandelt? Sind welche besonders gut angekommen?
Die Themen sind sehr divers. Es geht um technische Einblicke in Programmiersprachen, wir reden aber auch über Projektmanagement-Themen wie Scrum oder Nearshoring, also die Rekrutierung von Entwicklerteams aus Osteuropa. Einmal habe ich sogar eine philosophische Folge gemacht, in der wir über Stoizismus gesprochen haben. Wir sind der Frage nachgegangen, wie man mehr Gelassenheit findet und glücklicher wird. Tatsächlich ist diese Folge bisher die erfolgreichste gewesen.

Was macht dir am meisten Spaß, wenn du einen 5Minutes-Podcast produzierst?
Am besten gefällt mir die Interaktion mit den Interviewpartnern. Ich glaube, das beruht auf Gegenseitigkeit. Bei jedem Podcast gab es bisher lustige Situationen, auch vor und nach der Aufnahme. Eine Podcast-Folge ist eine Gemeinschaftsproduktion, da müssen Moderator und Interviewpartner an einem Strang ziehen und Spaß haben. Dann wird es auch gut.

Hand aufs Herz: Was ist am aufwendigsten, wenn du eine neue Folge produzierst?
Tatsächlich ist die größte Herausforderung, sowohl Themen als auch Zeit mit den Kollegen zu finden. Das Projektgeschäft geht vor. Da kann es vorkommen, dass wir schon mal zwei Wochen nach einem Termin suchen. In Corona-Zeiten leidet bei der Produktion auch der Ton: Nicht jeder hat ein hochwertiges Mikro zuhause, das Hintergrundgeräusche minimiert. Bei Videoübertragungen ist die Tonqualität auch schwierig. Aussetzer kommen häufiger vor. Das passiert im Studio in der Regel nicht.

Deine Tipps für jemanden, der auch mal podcasten will?
Ich glaube, am wichtigsten ist, bei einem Podcast im Gespräch authentisch zu sein. Man sollte sich nicht verstellen, sondern offen mit Fehlern und Versprechern umgehen. Das ist menschlich, passiert jedem und macht sympathisch. Für alle, die selbst produzieren wollen: ein wenig Puffer für die nächste Veröffentlichung einplanen und zwei bis drei Folgen in Reserve haben. Und auf die Tonqualität achten! Es ist unangenehm für den Hörer, wenn der Ton Störgeräusche, Feedbacks oder Aussetzer enthält. Da schaltet man eher ab.

Steht die nächste Podcast-Folge schon in den Startlöchern?
Ich plane aktuell die nächsten zwei Podcast-Folgen. Die Themen stehen aber noch nicht hundertprozentig fest. Natürlich freue ich mich auch über Ideen von anderen. Wer Lust hat, kann bis dahin gerne in unsere 14 bisherigen Folgen reinhören

Lust auf mehr bekommen? Höre jetzt bei Spotify in den 5Minutes-Podcast.

Du hast ein Thema, das dir unter den Nägeln brennt und über das du im 5Minutes-Podcast sprechen möchtest? Ob bei Slack, per Mail oder auf dem Flur mit Sicherheitsabstand: Sprich André einfach an.